Trotz guter Pflege und ausgewogener Ernährung stellen die Viruserkrankungen der Katze eine große Gefahr für deren Gesundheit dar. Da die Behandlung von Viruserkrankungen meistens sehr schwierig bzw. aussichtslos oder, wie bei Tollwut, verboten ist, sind frühzeitige Impfungen der einzige Schutz gegen diese Erkrankungen.
Schutzimpfungen sind möglich gegen
- 1. » Katzenseuche (Panleukopenie)
- 2. » Katzenschnupfen (Rhinotracheitis, Herpes- und Calici-Virusinfektionen)
- 3. » Katzenleukose
- 4. » Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
- 5. » Tollwut
Schutzimpfungen:
Impfungen von Tieren dürfen nur von Tierärzten vorgenommen und im Impfpass dokumentiert werden.
Vor jeder Impfung muss gewährleistet sein, dass die Katze gesund, ausreichend ernährt und frei von Parasiten ist. Ein kranker bzw. geschwächter Organismus würde keine oder nur eine unzureichende Immunität als Reaktion auf die Impfung ausbilden.
Grundsätzlich können junge Katzen ab der 8. Lebenswoche geimpft werden, um die Tiere vor lebensbedrohlichen Krankheitsrisiken zu schützen. Da der Impfschutz zu diesem Zeitraum aber noch durch die vom Muttertier erhaltenen Schutzstoffe beeinträchtigt werden kann, muß unbedingt eine Nachimpfung im Alter von 12 Wochen erfolgen. Sind die Impflinge zum Zeitpunkt der Erstimpfung älter als 12 Wochen, so genügt im allgemeinen eine Impfung, um eine sichere Immunität zu erzeugen. Nur zum Schutz gegen Katzenschnupfen (Leukose und FIP) sind zweite Impfungen - unabhängig vom Zeitpunkt der Erstimpfung - im Abstand von
2-4 Wochen immer notwendig. Eine Grundimmunisierung kann in jedem Lebensalter vorgenommen werden.
Wiederholungsimpfungen sollten jährlich durchgeführt werden.
Die Grundimmunisierung gegen Feline Infektiöse Peritonitis erfolgt durch intranasale Gabe des Impfstoffes zweimal im Abstand von 3 Wochen ab der 16. Lebenswoche. Wiederholungsimpfungen sollten jährlich durchgeführt werden.
Für die Schutzimpfung stehen Einzel- bzw. Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Welcher Impfstoff zu welchem Zeitpunkt angewendet werden soll, entscheidet der Tierarzt unter Berücksichtigung der allgemeinen Seuchenlage.
Hinter dem Handelsnamen der Impfstoffe stehen Buchstaben als Abkürzung für die Krankheit, gegen die der Impfschutz ausgebildet werden soll.
Dabei bedeutet
P = Panleukopenie (Katzenseuche)
HC = Herpes- und Calici-Virusinfektion (Katzenschnupfen)
FeLV = Feline Leukose
FIP = Feline Infektiöse Peritonitis
T = Tollwut
Bitte achten Sie darauf, daß jede Impfung Ihrer Katze von Ihrem Tierarzt in einem Impfpaß dokumentiert wird.


